Masterarbeit

Willkommen zur Masterarbeit von Luca Burkhalter, Pop Musik Student der ZHdK. MA15.

 

Diese Arbeit ist fortlaufend aufgebaut.

Unterstrichene Links und eingebettete Medien zeigen weiterführende Inhalte.        

Symbole führen zurück zum Inhaltsverzeichnis, welches zu den einzelnen Kapitel der Arbeit leitet.

 

© Luca Burkhalter, April 2015

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Einführung

Im Verlauf meines Masterstudiums an der ZHdK, haben sich mein Arbeitsumfeld und meine Interessen stark diversifiziert. Als Keyboarder und Songwriter in Bands und Studios oder als Lehrer in Schulen; ich habe neue Erfahrungen gesammelt, konnte neue Sparten des Berufs "Musiker" entdecken und mich darin vertiefen. Das Ergebnis davon sind „Co-Writing“ Songs auf dem Baba Shrimps Album „Neon“, Studioaufnahmen mit anderen Künstlern (u.a. Lina Button, Lea Lu) und erste Demo Aufnahmen selbstgeschriebener Songs meiner Musikschüler.

Die gewonnen Erfahrungen erweitern meine Musikalität, sie schärfen Vision und technisches Verständnis. Sie wiederholen und erweitern sich und fügen sich immer wieder neu zusammen - immer wieder ein Schritt auf meinem musikalischen Weg.

 

Diese ständige Entwicklung ist, seit seinem Ursprung, Nährboden meines Projekts "Zebra". Zebra soll eine Schale sein, in der Einsichten, Interesse und technische Erneuerungen neu dosiert und vermischt werden. Das Projekt soll Platz bieten für Experimente und konzeptionelle Arbeiten, für auswuchernde Irrwege und stark strukturierte Formen, die in ihrer Gesamtheit die Beschaffenheit Zebras, weiterentwickeln.

 

Wie sich zeigen wird, hat diese Entwicklungsarbeit das Projekt, seit dem Stand meiner Bachelorarbeit, diversifiziert. Nebst der Grundform der electropop Acts, vorgetragen in einem stark inszenierten Bandkontext, manifestieren sich sowohl Visionen eines Zebra DJ Set, als auch transdisziplinäre Kollaborationen mit Filmemachern und Ausstellungen.

 

 

Um geschilderten Fortschritt in Projekt einbringen zu können, bedurfte es einer Überarbeitung - einem „Update“. Dies sollte, laut meiner Masterprojekt Skizze, ein grösseres und zum Teil tanzbares Repertoire, eine erweiterte und aber technisch stabilere Licht und Musikshow und eine Vervollständigung des medialen Auftritts, beinhalten. Während der Ausarbeitung dieser Arbeit sind neue Aspekte hinzugekommen, die ich im folgenden erläutern und in einen konzeptionellen Kontext stellen möchte. 

 

Diese Masterarbeit soll ganzheitlich die diversen Arbeitsschritte und Entwicklungen Zebras, aufzeigen.

Das gewählte Medium der Online Homepage hat den Vorteil, erarbeitetes Material direkt einbinden zu können. Video, Musik und Photo sind integraler Teil der Arbeit und kommen so bestens zur Geltung.

 

 

Repertiore

Seit Sommer 2014 erarbeite ich alle Zebra Produktionen in der Musiksoftware Ableton Live.

Ursprüngliche Signalquellen von Synthesizern, Drummachines, Gitarre, Bass und IPhone Aufnahmen, werden analog eingespielt und digital bearbeitet; Teilweise fein verschoben und verhallt, teilweise verschnitten, gepitched, umgedreht und verzerrt. Es entsteht ein Soundbild, warm von den analogen Soundquellen und hart dank den digitalen Möglichkeiten der Software. 

Die technischen Entwicklungen und Erweiterungen in meinem Homestudio prägen nachwirkend die neuen Songs und Sounds.

 

Das Klangbild Zebras steht mir sehr nahe. Es ist wiedererkennbar, offen für Erweiterungen, modular anwendbar und reproduzierbar. In meinem Studio entstehen so neue Beats, Loops, Songs aber auch Soundkulissen für Ausstellungen, Videoanimationen und andere Zusammenarbeiten.

 

Aufgrund gelungener Konzerte im nächtlichen, Ausgangs und Clubsetting, war ich inspiriert, mächtigere und tanzbare Songs zu schreiben. Zebras Musik funktioniert ausserordentlich gut, in einem abgedunkelten Clubraum, Samstag Nachts um 00.00 - 01.00 Uhr. Die Zuschauer tauchen in Zebras eigene Welt ein; elektronische Sounds, schleppende und tanzbare Tracks, und aufblitzende Lichter und düstere Sequenzen kondensieren gängige electropop Kultur. Die Zuschauer folgen der Showdynamik und mulmen sich ein in die Hülle der kommenden Tanznacht. 

 

Aber auch konzertante Shows, vor allem im Kontext von unüblichen Locations oder in transdisziplinären Verbindungen, stehen mir sehr nahe. So hatte das Konzert zur Wiedereröffnung der Ausstellung "Gotthard Landscape - The Unexpected View", im Ausstellungsraum des venezianischen Palazzo der Pro Helvetia, eine ganz andere, dennoch starke Wirkung.

 

Songs, Loops und Beats

 

 

Aus beschriebener Entwicklung und Einsichten sind neue Songs, Loops und Beats entstanden. (Oder die beschriebenen Entwicklungen und Einsichten haben sich auf Grund der neuen Musikstücke so ergeben.)

 

Folgende Tracks sind ausgearbeitete, unveröffentlichte Demos neuer Songs. Auch wenn Sie noch in unterschiedlichen Stadien der Bearbeitung stecken, widerspiegeln sie Zebras Entwicklungen im Songwriting, Producing und der allgemeinen Vision. Alle Tracks sind Eigenproduktionen; Track 1-5 sind mixtechnisch revisiert von Dominique Dreier.

Die Songs (und die älteren Songs und Playlists auf Soundcloud) zeigen Einblicke in die Entwicklung und den jetzigen Stand, Zebras Musik. Die Songtexte geben Einblick in die thematischen Auseinandersetzungen.

 

Die positive Reaktion von Bookern und Zuschauer, auf die Konzerte in Hive Club und im Club Zukunft in Zürich, führten mich zur Idee, nebst der Band Formation, ein Zebra DJ Set zu erarbeiten. 

Im DJ Set soll vorhandenes Song Material mit Loops und Sounds anderer (unfertiger Song-) Ideen verschnitten und vermischt werden. Das DJ Set soll tanzbar sein, ohne Schnitte, wahrscheinlich ohne Gesang und ohne Band, wobei aber die Lichtshow bestehen bliebe.

Dieses Konzept steckt noch in den Kinderschuhen. Durch weitere Einarbeitung mit dem „Ableton Push“ Controller, erhoffe ich mir konkretere Wege und Möglichkeiten zu finden, diese Idee, umzusetzen.

 

Der fünfte Track ("Tree Song RMX") der oben aufgeführten Playlist zeigt eine erste Version, wie Zebras Musik in einem DJ Set tönen könnte. 

 

Live Setup

Die Erweiterung des Klangbildes hat zur Folge, dass die Live Umsetzung der neuen Songs sich schwieriger in das bestehende und etwas starre Live Setup des Projekts, einbinden lassen. Die dichteren Klänge der neueren Arbeiten, lassen sich weniger gut auf die bestehenden Instrumente Bass, Synthesizer und elektronisches Schlagzeug, reduzieren. Um sie homogen in das Set einzubauen, habe ich mich dazu entschieden, intensiver mit Playbackspuren und Automationen zu arbeiten. 

 

Im Vergleich zum Bachelor Konzert - werden neu alle Audio, Midi und Licht (DMX) Signale direkt auf der Bühne im Computer mit Ableton Live verarbeitet. Die Einstellungen sind gespeichert und immer wieder abrufbar. Die Einbindung eines „Ableton Push“ Controllers, bietet neue Möglichkeiten, die Songs zu performen. 

 

Der zur Band zugehörige Tontechniker, mischt Zebra „Front of House“ mit 14 Audio Kanälen ab (früher ca. 24 Kanäle plus direkter Eingriff in Ableton Live). Dank bestehenden Team, Stagerider und Steckplänen können kürzere Setup und Soundcheck Zeiten erzielt werden. So ist Zebra bestens ausgerüstet für kommende Club und (nächtliche) Open Air Konzerte.

 

 

LED Kleider

 

Die speziell für Zebra entworfenen LED Kleider sind seit dem Bachelorkonzert mehreren Überarbeitungsschritten unterkommen. 

 

Über Daniel Späti, Leiter des Style und Desing Departements der ZHdK, bin ich mit Anna Zbrun in Verbindung gesetzt worden. Die vielversprechenden Ausgangslage, mit einer Style und Design Studentin das Erscheinungsbild Zebras weiter zu verbessern und zu verfeinern, entwickelte sich nach einigen Treffen und ersten Versuchen, zu einer unkonkreten Zusammenarbeit, die leider bald an Energie verlor.

Zu kompliziert war die Kommunikation, und zu einfach schien es mir, die zusammen erarbeiteten Erneuerungen einfach selbst (und mit Hilfe meiner Mutter und ihrer Mutters Nähmaschine), in die Hand zu nehmen.

 

Anna Zbrun entwickelte zwei Ideen, die ich sodann selbständig weiterverfolgte:

Die „Lichterpatches“ der LED Kleider sollen auf dem Brustkorb besser halten. So sind ihre Lötstellen und andere heikle Lichtelemente, besser geschützt vor abrupten Bewegungen der Musiker. 

Die Patches sollen, ähnlich einer kugelsicheren Polizeiweste, entweder angenäht oder mit Kletverschluss auf dem Oberkörper, fixiert werden. Für die Beine skizzierten wir „schienenartige“ Klettverschlüsse, wie sie zum Beispiel bei Sportverletzungen zum Einsatz kommen. Zusätzlich sollen die Stecker und Kabelverbindungen der LEDs besser verarbeitet und ausgetauscht werden.

 

 

Die Umsetzung der Bein Elemente war direkt ein Erfolg. Früher waren die Lichter nur mit Sicherheitsnadeln an den Hosen angesteckt, jetzt schmeigen sie sich angenehm und hauteng um das Hosenbein! 

 

Das Oberkörper-Element brachte mehr Schwierigkeiten mit sich. 

In der erarbeiteten Version 2.0 wurden die „Lichtpatches“ mit Klettverschluss auf feinen Unterleibchen angeheftet. Die misslungene Wahl des feinen T-Shirt Stoffes, hatte zur Folge, dass die schweren Lichter und Kabel, den Stoffpatch dem Oberkörper entlang nach unten zogen. So hingen die Lichter am Oberkörper und reagierten auf jede kleinste Bewegung der Musiker. 

Eine dritte Version, verfolgte gezielt die Idee eines "Polizeitwesten-förmigen" Oberteils - und war ein Erfolg! Die Westen sind aus einem starken Stoff geschnitten, an ihren Ecken sind lange Klettbänder angenäht, welche um den Oberkörper gewickelt und am Rücken überdeckend, fixiert werden können.

Nach einem weiteren Konzert, wurde beim Oberteil Element des Bassisten Benj, einer der zwei Schulterträger, abgeschnitten, weil der Gurt des E-Bass den Träger im Schritt der Musik bewegte und somit das ganze Element ständig in Bewegung war.

 

Die jetzige Version der LED Kleider, ist nach wie vor ein eigenständiges Erkennungsmerkmal der Band. Dank den herausgearbeiteten Verbesserungen, sind die Elemente weniger störungsanfällig, angenehmer zu tragen und schneller an- und abzuziehen. Zu dem sind sie auch im hellen Licht ein visuell ansprechendes, funktionelles Designstück.

 

 

visuelle Tiefe

 

Parallel zur Lichtshow der LED Kleider, möchte ich der Bühnenshow mehr visuelle Tiefe verleihen. Neue Elemente sollen klare Kontraste zur LED Show setzen, aber keineswegs in Konkurrenz mit den Lichtkleidern stehen. Die Möglichkeiten einer üblichen Bühnenbelichtung entsprechen nicht meiner Vorstellung, weshalb ich eigene Konzepte und Ideen verfolge:

 

Inspiriert von der Lichtshow der Band Totally Enormous Extinct Dinosours (TEED) am M4Music Festival 2013, wollte ich einige Element ihrer Show, in abgeänderter Form auch in Zebras Lichtkonzept integrieren. Ich reduzierte es auf zwei Hauptmerkmale:

 

Lichtstarke, „strahlartige“ Moving Head Scheinwerfer, waren am Boden installiert, so dass sie meist vertikal an die Decke strahlten. Die so entstandenen Lichtsäulen kreierten in der leeren und blanken Konzerthalle ein neues Raumgefühl. Ein Raumgebilde, das Dank der Agilität der Moving Heads immer wieder die Farbe, Position und Dimenstion veränderte.

Parallel dazu wurden grosse halbdurchsichtige weisse Tücher hinter und vor der Band aufgespannt. Belichtet mit gebeamten Visuals wurden die Musiker eingehüllt in eine Welt, voller Visuals - vor ihnen, hinter ihnen auf auf ihren Gesichtern.

 

Die Tiefenwirkung dieser Installation hat mich stark beeindruckt, da sie Bühnen- und Publikumsraum zu einem grossen Universum vereinte. Ein Konzept, welches ich auch auf die Zebra Show anwenden möchte. Auf Zebras Stadium und Konzept angepasst, möchte ich mit vier (kleinen) Moving Heads ein ähnlicher (wenn auch weniger imposanter), Effekt kreieren können. Die vier Scheinwerfer würden zwischen den drei Musikern aufgestellt und könnten von da, als agile Lichtsäulen, Räume generieren, in der sich die Musik Zebras entfaltet. 

 

Leider ist die Umsetzung dieser Skizze schwieriger als gedacht: möglichst kleine, aber lichtstarke und punktuelle Moving Head Scheinwerfer sind teuer und nicht ohne Umwege in das bestehende Zebra Licht Routing einzubinden. Leider sind auch die kleinsten Produkte nicht wirklich klein, was zu einem visuell unausgeglichenen Bühnenbild führt. Ausserdem wird durch eine solche Erweiterung, die im Audio Bereich gewonnene, verkürzte Setupzeit, durch langwieriges Aufstellen und Verkabeln der Scheinwerfer, mindestens wieder ausgeglichen.

 

 

Da ich keine Visuals, dennoch die Idee der Tiefenwirkung, in das Licht Konzept Zebras einbinden möchte bin ich nach online Recherchen auf „EL Wire“ Produkte gestossen.

EL Wire sind fadenartige, biegbare, elektroluminiszente Lichtschnüre. Angetrieben von einem kleinen Treiber leuchten sie (nicht sehr hell) in ihrer spezifischen Farbe auf. Sie können leider nicht per DMX angesteuert werden, müssten sozusagen analog ins Setup eingebunden werden. Trotzdem erhoffe ich mir mit dem agilen Material und vielseitig einsetzbaren Möglichkeiten dieser Leuchtschnüre, den Bühnenraum mit linien-, netz- oder streifenartigen Schraffuren, in Szene zu setzen.

 

Um diese Idee zu testen, habe ich 20m EL Wire online bestellt - bis zum jetzigen Zeitpunkt habe die Ware leider noch nicht erhalten.

 

 

Medialer Auftritt

Nebst der Vervollständigung und Aktualisierung der Stagerider, Pressetext und Infokit, wurde Zebras medialer Auftritt überarbeitet und erweitert.

 

Logo

 

Die Weiterentwicklung des Schriftzugs ist in Zusammenarbeit mit den Grafikern Karin Schiesser und Paul Märki, entstanden. Er kristallisierte sich aus seiner alten Version, wirkt jetzt aber präziser und etwas detailreicher. Er kann als Logo Schwarz auf Weiss oder Weiss auf Schwarz verwendet werden (vgl. auf der Zebra Website: Homepage und Kollaborationspage).

 

Grafische Schrafuren und Muster, die weiterhin verwendet werden sollen, koppeln sich ab vom Schriftzug, sind aber inhaltlich stark mit ihm verbunden; Die Muster sind ist das Netz, in welches die Buchstaben des Schriftzugs, hineingesetzt worden sind, also darin entstanden sind. 

Die unabhängige Nutzung von Logo und Muster soll zusätzlich die Möglichkeit bieten, kleinere Ausschnitte als Logo oder Profilbild auf Social Media Kanälen zu benutzen.

 

 

Social Media und Website

 

Während der Akquisition neuer Konzerte, hat sich gezeigt, dass die nach dem Bachlor Konzert entstandenen Live Videos einen durchwegs starken Eindruck hinterlassen. Sie sind aber zu wenig informativ. Um die Vermarktung und Bewerbung des Projekts voranzutreiben, schien es mir zentral, einen umfänglichen online Auftritt, aufzubauen. Nebst den Social Media Auftritten auf Facebook, Youtube, Soundcloud und Instagramm, habe ich mich dazu entschieden unter www.zebramusic.ch eine Website zu erstellen. 

 

Mit dem Dienst „www.wix.com“ können Seiten direkt online erstellet, bearbeitet und veröffentlicht werden. Die online Software bietet viele (wenn auch nicht alle) erwünschten Funktionen und kann dank einwandfreier HTML Integration mit etwas Programierkenntnis erheblich erweitert und verfeinert werden. So habe ich zum Beispiel die eingebetteten Youtubeplayer so modifiziert, dass sie (anfangs) keine Videoplayermenu zeigen,  sich an verschieden grosse Browserfenster und Bildschirme anpassen und verlinkte Playlisten und Videos automatisch abspielen. 

 

„Wix“ erkennt mit welchem Gerätetyp die Homepage geöffnet wird und wechselt bei Bedarf in die Mobile Version der Homepage. Sie ist grafisch angepasst und etwas gekürzt. (Auch diese Arbeit ist in einer Mobilen Version einsichtlich, aber durch ihre Länge unpasssend für ein Smartphone Bildschirm.)

 

Die simple Gliederung der Website in einen Startbereich mit Video und Informationstext  inklusive Social Media Links, einer Konzertauflistung, Kontaktmöglichkeiten und einem abgetrennten "Kollaboration" Teil, macht die Seite übersichtlich und schnell verständlich. 

Bewusst habe ich auf Kommentarfunktionen, Bildergallerien und Kontaktformulare verzichtet - jene Inhalte sollen über die eingerichteten Sozialemedialen Kanäle kommuniziert, geteilt und kommentiert werden. 

 

Der grafische Wechsel der Bandprojekt Page und der Kollaborations Page (durch klicken des Titels oder des Zebra Logos und über den Titel "Kollaboration") sollen die unterschiedlichen Facetten Zebras, deutlich machen. Einleitend erwähnt, möchte ich auf den Inhalt der Kollaborationen im ihrem Kapitel, dieser Arbeit, detaillierter eingehen.

 

Foto und Video

 

Gerade wegen der starken visuellen und konzeptionellen Elementen Zebras, scheint es mir wichtig, immer wieder aktuelle Fotos und Videos der Konzerte zeigen zu können. Sowohl der Fotograf und Grafiker Paul Märki, als auch Kameramann Tobias Kubli beteiligen sich an dieser Dokumentationsarbeit. Sie fotografieren und filmen die Konzerte und das Geschehen rund um Zebra. So entstehen starke Bildstrecken der letzten Konzerte und Erlebnisse in Venedig, im Hive Club und im Club Zukunft in Zürich.

 

 

Parallel zu den live Fotos und Videos scheint es mir wichtig, die Wirkung der neuen Songs mit Videoclips zu untermalen. Konkret sollen zwei oder drei Videoclips entstehen, die zum Zeitpunkt eines Singlereleases mit dem jeweiligen Song veröffentlicht werden können.

 

Die weiterführende Erarbeitung eines visuellen Auftritts ausserhalb des Konzert Kontexts, erweist sich als eine diffizile Arbeit. In mehreren Versuchen und Zusammenarbeiten sind erste Ideen und Skizzen entstanden, wie sich das Projekt Zebra visuell präsentieren könnte. Eine Fragestellungen ist zum Beispiel: Wie weit soll die wiederkennbare Live Show (mit ihren LED Kleidern) auch in der erweiterten Bildsprache von Videoclips und Pressefotos, zum Vorschein kommen? 

 

Verschiedene Versuche und Zusammenarbeiten ertasten unbekanntes Land.

Ein erster Versuch -  ein Video und Fotoshooting der Band auf einem alten Schiff in Venedig - entsprach nicht durchgehend meiner Vorstellungen. Einzelne Screenshots sind markant, wenn auch etwas fragwürdig - sie würden sich wahrscheinlich erst im Kontext eines Song oder Videoinhaltes, erklären lassen.

 

 

Mit Svenja Obrist, "Kunst und Vermittlung" Studentin der ZHdK habe ich mich mehrmals über Plastilinfiguren, Motioncapturing und verschiedene gestalterische Video-Konzepte ausgetauscht. Zusammen möchten wir Ihr visuelles Material mit meiner Musik verbinden.

 

Mit der Ästhetik des erarbeiteten Videomaterials, sind wir noch nicht ganz zufrieden. In einem anfangs Mai gesetzten Workshop möchten wir versuchen, die entstandenen grafischen Elemente mit echtem Videomaterial zu schichten. Verschiedene Ebenen von Realität, Effekt und „analoger, handgemachter“ grafischer Elemente sollen in einer Symbiose mit dem Track „Wheneverwherevertogether“, einen stimmigen und speziellen Videoclip ergeben.

Folgender Zusammenschnitt zeigt Einblicke in die Zusammenarbeit.

 

Parallel zu dieser Arbeit möchte ich mit Kameramann Tobias Kubli einen weiteren Song verfilmen. Auch dieser soll sich mit verschiedenen Ebenen der Realität und konstruierten Elementen auseinandersetzen - allerdings in einem digitalen, computerbasierten, animierten und verzerrten, visuellen Umfeld.

 

Erweiterung des Projektkonzepts: Kollaborationen

 

Während der dargelegten Weiterentwicklung des Projekts in den vergangenen zwei Jahren, hat sich parallel zum Song und Bandformat, eine weitere Facette herauskristallisiert:

Mein grosses Interesse am transdisziplinären Austausch mit Designern, Architekten und Photographen und Filmschaffenden, hat mich dazu bewegt, mit (ursprünglich von Songs übrig gebliebenen) Loops und Beats Filme und Ausstellungen zu vertonen. Die so entstandenen Kollaborationen sind erste Grundsteinlegungen einer neuen Facette Zebras, die ich parallel zum Song und DJ Format, erweitern möchte. 

 

Weiterführend zu den enstandenen (und in der Folge erklärten) Zusammenarbeiten, bin ich interessiert, mit ähnlichem Konzept und spezifischer Herangehensweise, Theaterproduktionen, Werbe und Kunstfilme, zu vertonen.

Die Auseinandersetzung; Die gezielte Symbiose mit transdisziplinären Elementen, ist ein herausfordernder Kontrast zur der Arbeit an Songs und Beats der Bandformation.

 

Gotthard Landscape - The Unexpected View

 

Im Rahmen der Ausstellung "Gotthard Landscape - The Unexpected View" der ETH Zürich und Accademia di architettura Mendrisio, vertonte Zebra Video und Bildmaterial. 

Die Ausstellung befasst sich mit der infrastrukturellen Entwicklung am Gotthardmassiv, während den vergangenen 150 Jahren. Gezeigt wurden historische Entwicklungen und aktuelle Fotos der NEAT Baustelle. Die in einem speziell entwickelten Verfahren, gerenderten „Video-Flüge“ durch das Gotthardmassiv, sind untermalt mit Zebras Soundtrack. Er besteht aus verschnittenen, gepitchten und gefilterten Samples, die ich in jener Region aufgenommen habe. So soll er die Brücke schlagen als geografische Referenz, und durch die digitale Bearbeitung sich einbetten in die Ästhetik der Videos.

 

Die Ausstellung wurde im Sommer 2014 an der Architektur Biennale in Venedig im Palazzo Trevisan der Pro Helvetia, gezeigt - zur Wiedereröffnung der Ausstellung am 07.09.14 spielte Zebra ein Live Konzert.

 

 

Holzwal – High Tech Timber

 

 

Die Videomontage des Forschungsprojektes „Holzwal“ ist Produkt einer Zusammenarbeit verschiedener Akteure rund um „Ingenious Switzerland“ des Schweizerischen Ingenieur und Architektenvereins (SIA).

 

Computergesteuerte Roboter produzieren die einzelnen, zueinander schiefwinklig stehenden Platten. Diese sind gesteckt, analog den traditionellen Schwalbenschwanzverbindungen. Der Sound von Zebra unterstreicht und rhythmisiert den Auf- und Abbau dieser Holzskulptur.

 

 

Remixes und Einspielungen

 

Nebst transdisziplinären Kollaborationen entstanden reger Austausch und Zusammenarbeiten mit der electro swing Band „Klischée“ und Tobias Jundt / Bonaparte

 

Der Zebra Remix von „Rendez-vous“ wurde im Herbst 2014 von Klischée auf dem Remix Album „Retouché“ veröffentlicht. Die eingespielten Synthesizer zum Track „An Umlaut in English“ für den Sountrack zum Film OST, verschmelzen mit Streichern und dem gebrochenen Gesang Tobias Jundts. Der Film und Soundtrack wird im Sommer 2015 veröffentlicht.

 

Weitere musikalische Zusammenarbeiten mit Yannik Sandelhofer, Tobias Jundt, sowohl weitere Film- und Homepagevertongungen, sind in Absicht. Zebra soll sich zweigleisig weiterentwickeln. Als Electro Pop Projekt und als wiedererkennbare musikalische Sprache von Vertonungen, Remixes und transdisziplinären Zusammenarbeiten.

 

weitere Vision

Die vergangenen zwei Jahre haben Zebra verändert. Die Songs wurden prägnanter, die Show weiterentwickelt und neue Kollaborationen entstanden. Die entstandene Symbiose der Pop Songs, der DJ Vision und der Kollaborationen, sollen Zebra charakterisieren und hervorheben. Mit dem ausgearbeiteten Konzept muss nun der Fokus darauf liegen, das erarbeitete Projekt weiter zu verbreiten.

 

Dazu sollen im Herbst 2015 drei Songs, inklusive Videoclip, veröffentlicht werden. Parallel dazu sollen weiterhin Konzerte gespielt werden und die bestehenden Social Media Kanäle aufgebaut werden. 

 

Danksagung und Links

Grossen Dank gilt meinem ganzen Umfeld; Musiker, Musikhörer, Kritiker, Partygänger und Partyorganisatoren, Filmemacher, Grafiker, Designer, Studenten und Professoren der ZHdK und der ETH Zürich, Freunde und Familie. 

 

Paul Märki

Karin Schiesser

Tobias Kubli

Marianne Burkhalter

Christian Sumi

Anna Zbrun

Svenja Obrist

Moritz Vontobel

Benj Hartwig

Vanja Vuckelic

Noah Punkt

Tobias Jundt

Sina Chiavi

Dominique Dreier

Mario Schläppi

Sebastiano Giannesini

Daniel Späti

Nick Bärtsch

Charlotte Hug

 

Christophe Girot

Johannes Rebsamen

Pascal Werner 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©Luca Burkhalter, April 2015